Hier spielt die Musik – Spende der Sparda-Bank Durlach

von Administrator

Hier spielt die Musik. Foto: Mächtlinger/Durlacher.de
Foto: Mächtlinger/Durlacher.de

Durlacher Filiale der Sparda-Bank spendet für neues inklusives Musikprojekt an Cent hinterm Komma e.V.

Wenn man an „Cent hinterm Komma“ denkt, fallen jedem direkt die vielen kleinen Pyramiden ein, die an den Kassentheken des Karlsruher Einzelhandels stehen und damit verbunden eine mittlerweile 11 jährige Spendenaktion, die ihresgleichen in der Region sucht. Denn so lange schon werfen die Menschen ihr Rückgeld in die Sammelboxen, deren Inhalt regionalen Projekten im Rahmen der Inklusion von Menschen mit Handicap zugute kommt. Meist sind dies Aktionen die dazu dienen, die Freizeitgestaltung und die Teilhabe am öffentlichen Leben für Menschen - vorwiegend Kinder und Jugendliche - mit einer Beeinträchtigung zu ermöglichen. Mobilität, Teilhabe und der Inklusionsgedanke standen hierbei immer an erster Stelle. Und natürlich die Tatsache, in diesem Bereich immer ein wenig andere, neue und innovative Wege zu beschreiten. Und so wird der Slogan des Vereins „Anders ist Normal“ buchstäblich zum Programm.

Aus Mitteln des Gewinnsparens hat sich nun die Durlacher Filiale der Sparda-Bank entschlossen, entstandene Erlöse dem ebenfalls in Durlach ansässigen Verein zukommen zu lassen. Inspiriert von der Einführung des sozialen Netzwerkes „Der Durlacher Weg“ wird hier, wie der Name schon sagt, unkonventionell und direkt geholfen, so dass 2.000 Euro an die Initiative überwiesen werden können. „Wir wollten vor Ort aktiv etwas tun, so dass wir auch die Ergebnisse gleich sehen können“, so der Filialleiter Yannick Emhardt von der Filiale in Durlach. „Soziales und kulturelles Engagement gehört zu unserer DNA.“ Von insgesamt 4,9 Millionen Euro Spendensumme, stehen den Sparda-Filialen 200.000 Euro für Spenden an gemeinnützige Einrichtungen zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Gewinnsparverein der größten badenwürttembergischen und bundesweit mitgliederstärksten Genossenschaftsbank. Gefüllt wird der Spendentopf durch die Loskäufe beim Sparda-Gewinnsparen. Ein Sparlos kostet sechs Euro, vier Euro fünfzig werden davon angespart und ein Euro fünfzig wandern in das Spielkapital. Davon gehen 25 Prozent als Spenden an mildtätige Zwecke, die restlichen 75 Prozent fließen in den Gewinnplan. Der Spar- und Darlehensverein sollte seinen Mitgliedern bescheidenen Wohlstand mittels günstigen Konditionen ermöglichen. Dieses genossenschaftliche Prinzip gehört zu den Grundprinzipien der Sparda- Bank und wird konsequent umgesetzt. Die standardisierten Finanzprodukte sowie das umfassende soziale wie kulturelle Engagement machen die Sparda-Bank Baden-Württemberg in diesem Umfeld für Kunden attraktiv. Mit über 515.000 Mitgliedern ist sie die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank in Deutschland. Aktuell unterhält die Sparda-Bank 38 Filialen und 51 SB-Banken in Baden-Württemberg und gehört Laut der unabhängigen Umfrage „Kundenmonitor Deutschland“ zur Filialbank mit den zufriedensten Kunden.

Ein aktuelles Projekt widmet sich dem musisch-kulturellen Bereich. Im Rahmen eines inklusiven Angebots soll Kindern und Jugendlichen mit und ohne Handicap das Musik machen nahe gebracht werden. Doch anders als es beim herkömmlichen Musikunterricht gemacht wird, soll dabei das Kind selbst seine Begabung und auch seine Begeisterung für ein Instrument entdecken. „Es geht also nicht um den klassischen Blockflötenunterricht oder die ambitionierten Ansprüche, das Kind müsse nun Klavier oder irgendein Instrument spielen lernen, sondern vielmehr um die Entfaltung und das Entdecken der eigenen Stärken“, so Carsten de la Porte, Geschäftsführer von Cent hinterm Komma. Mit einer ansässigen Musikschule habe man nun auch einen Partner gefunden, der diesen Ansatz mitträgt. Versierte, bühnenerfahrene und bekannte Musiker aus der Region haben sich dort zusammengefunden. Einerseits werden Spaß und das spielerische Moment, doch auch erkennbare Talente gefördert. Die Teilnehmer profitieren von der langjährigen praxisnahen Erfahrung der Lehrer, die sich nicht als Lehrer sondern vielmehr als „Bandmitglieder“ und Partner sehen.

„Dies ist im Rahmen der Inklusion ein neuer Gedanke, denn ungezwungener Spaß schließt konzentrierte Arbeit nicht aus“, so de la Porte weiter, der lange nach einem geeigneten Partner gesucht hat. Cent hinterm Komma kann man durchaus als Vorreiter im Bereich der Inklusion in Karlsruhe bezeichnen. Denn schon Anfang der Zweitausender, als der Begriff der Inklusion noch gar nicht spruchreif war, hat man nie besondere Angebote für Menschen mit Handicap geschaffen, sondern stets die Gemeinsamkeit und das „jeder nach seinen Möglichkeiten“ vorangetrieben. Denn wie sagt der 49 jährige Fundraiser selbst über den Anspruch des Vereins. „Menschen mit Behinderung sind zwar etwas Besonderes, Sonderangebote von der Stange jedoch brauchen diese Menschen nicht.“

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