„Kreta? Klingt Klasse!“

Ist das tatsächlich so? Bei Pauschaltouristen geht der Daumen bei dieser Aussage sofort nach oben. Bei denen, die sich in die gemachten Nester der Reiseveranstalter setzen und von A bis Z verwühnen lassen. Dies sei jedem gegönnt, also nicht missverstehen, die Moralkeule bleibt schön drin im Beachbag. Doch was, wenn wir mal den Blick über den Tellerrand wagen? Mal um die Ecke schauen von den unerschöpflichen Touristenmärkten, hinter die Fassade. Was, wenn wir uns mal Gedanken machen, wie kommt dieser vermeintliche Luxus überhaupt zustande und auf wessen Kosten? Zu welchem Preis? Wie WIR dort HELFEN können und dabei IHRE UNTERSTÜTZUNG benötigen werden wir in Zukunft regelmäßig veröffentlichen.

Kreta, südlichste Insel Griechenlands. Ein Juwel im Mittelmeer. Ein Magnet für Scharen von Touristen jedes Jahr, die die Insel und die unzähligen Hotels bevölkern. „Alles Inklusive“ – ein Motto, dass gerade in den Urlaubshochburgen Programm ist. Meist verweilen die Gäste während des ganzen Urlaubs in den exklusiven Hotelanlagen. Geführte Touren zu Touristenattraktionen und der obligatorische Besuch auf den Souvenirmärkten, als typisch kretisches Kulturerlebnis – die ganze Bandbreite der heilen Inselwelt präsentiert auf dem Silbertablett – das ist Kreta.

Doch diese ehrwürdige Insel hat auch seine andere Seite. Menschen, die am Existenzminium leben, die teilweise nicht wissen, woher sie etwas zu essen bekommen für heute, geschweige denn, dem kommenden Tag. Kreta, das ist auch Auffangbecken von Flüchtlingen aus Syrien und gesamt Nordafrika. Kreta, das sind mit Recht auf ihre Geschichte stolze Menschen, die mittlerweile in unwürdigen, kaum bezahlbaren Verhältnissen leben. Das ist auch die verborgen gehaltene Existenz von Waisenhäuser und einem maroden Gesundheitssystem, Flüchtlingscamps und Bettlern – die ganze Bandbreite von sozialer Armut und Hilfesuchenden, versteckt hinter den Glitzerfassaden der Touristenattraktionen – auch das ist Kreta.

Gemeinsam mit der „Kretahilfe e.V.“ aus dem Raum Pforzheim und der Initiative „KSC-Fans-Helfen…!“ aus der Ortenau, sowie unter der Mithilfe einer Vielzahl von Menschen, die gezielt auf Kreta helfen möchten, hat sich „Cent hinterm Komma“ nun im Rahmen eins Netzwerkes zusammengeschlossen, um gezielt auf der Insel humanitäre Hilfe zu leisten. Und zwar genau dort, wo sie auch gebraucht wird.

Nach dem wir im Jahr 2016 gemeinsam mit engagierten Durlachern das Projekt „Durlach hilft“ ins Leben gerufen haben und bereits auf dem Festland mehrere Hilfseinrichtungen besucht und mit Sachspenden versorgt haben, wollen wir in dieser Tradition unser Engagement fortsetzen. „Damals waren wir sozusagen Geburtshelfer, jetzt lernt das Baby langsam laufen“, erklären die Verantwortlichen ihre Motivation. Wir werden im Rahmen eines Sondierungsbesuchs herausfinden, wo wir sinnvoll und zielgerichtet Hilfe leisten können. Dies geht von privaten Betreuungsinitiativen, über ärztliche Sozialpraxen, die kostenlos ihre Dienste für Bedürftige anbieten, über die private Tafel bis hin zu Betreuungseinrichtungen für Kinder mit Handicap und gestrandete Flüchtlinge.

Erstes konkretes Projekt wird die private Jugendhilfe-Einrichtung „ALEA“ sein, die Kindern und Jugendlichen Perspektiven für ein besseres Leben vermittelt – und das durch Musik und Lernen in einem sinnvollen, perspektivischen Verhältnis. Frei nach dem bewährten Motto „Jedem Kind ein Instrument“ wollen wir hier ganz konkret helfen und wir werden Instrumente sammeln, die SIE nicht mehr brauchen. Die Blockflöte, die im Schrank bereits Staub angesetzt hat, die Gitarre bei der vielleicht nur eine Saite gerissen ist und deshalb unbrauchbar wurde, das Keyboard, die Triangel, die Trommel – alles was noch gut erhalten ist und dort bei ALEA gute Dienste tun kann.

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