Lamas - Tierische Therapeuten

Seit mehreren Jahren arbeiten wir mit einer Therapeutin für tiergestützte Interventionen zusammen, um in diesem Bereich neue Wege zu gehen. Pferdetherapie ist bereits über Jahrzente eine anerkannte und weiterverbreitete Methode auf diesem Gebiet. Auch dr Einsatz von Assistenzhunden findet immer mehr Beliebtheit. Im Jahr 2007 hatten wir nun die Idee eine Methodik in Karlsruhe zu praktizieren, die es zum damalgine Zeitpunkt bereits vereinzelt gab, allerdings nicht in der region. Wir kauften also vier Lamas die trainiert wurden, um dann im Therapiebereich eingesetzt zu werden. Mittlerweile stehen die Tiere auf einem Hof in Feldrennach und unsere ehemalige 2. Vorsitzende, Christiana Schmitt setzt sie im Rahmen von tiergestützen Interventionen ein. Nähere Informationen erhalten Sie hier: www.schmitt-interventionen.de

Therapie und Fördermaßnahmen mit Lamas

Lamas gehören zur Gattung der Neuweltkameliden und kommen ursprünglich aus den Anden. Sie wurden vor ca.7000 Jahren domestiziert. Sie wurden zur Fleisch- und Wollgewinnung genutzt, jedoch wurden und werden sie auch heute noch, hauptsächlich als Lastenträger eingesetzt. Mittlerweile sind diese Tiere in vielen Regionen der Welt zu finden, als Trekkingbegleiter oder auch in Tierparks.

In den letzten Jahren werden sie auch in Deutschland populär, hier nicht nur als Wanderbegleiter oder Landschaftspfleger sondern im Einsatz als Therapietier!

Warum sind sie so beliebt als Therapietiere?

Lamas bieten durch ihre sehr zurückhaltende und doch neugierige Art dem Menschen eine vertrauenserweckende Kontaktaufnahme an. Sie strahlen Ruhe und Gelassenheit aus, haben sanftmütige Augen und anmutige Bewegungen. Ihre häufigsten Lautäußerungen sind ein Summen, dass in keinster Weise laut oder erschreckend ist. Das weiche Fell bietet sich zum Streicheln an. Sie können Situationen sehr schnell erfassen und sich dementsprechend anpassen, sie spiegeln das Verhalten des Gegenübers.

In der Therapie können nur Tiere eingesetzt werden die artgerecht gehalten werden, die eine richtige Prägung im ersten Lebensjahr hatten und gezielt für diese Einsätze trainiert wurden. Wenn die beschriebenen Kriterien erfüllt wurden ist es auch kein Problem Lamas von Kindern führen zu lassen.

Zielsetzungen in der Therapie mit Lamas

Wie auch die Therapie mit anderen Tieren, ist die Lamatherapie sehr ganzheitlich. Im Kontakt mit den Tieren kommt es zur Wahrnehmungsförderung durch die Anregung aller Sinne:

  • taktile Erfahrungen durch berühren, streicheln und pflegen des Tieres. Aber auch durch den Umgang mit Naturmaterialien während der gesamten Begegnung, da diese Begegnungen in Stall und natürlicher Umgebung stattfinden
  • visuell, auditiv als auch olfaktorische Wahrnehmung
  • vestibulär (Gleichgewicht) und propriozeptiv (Muskelsinn), beim Gehen mit dem Tier und auch das Spüren der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, unebene Flächen im Wald und auf Wiesen, überwinden von natürlichen und unnatürlichen Hindernissen mit und ohne Tier, das Halten und führen des Tieres…

Außerdem Förderung des Körperbewußtseins, Raum-Lage-Orientierung und Körperkoordination durch arbeiten am Tier und mit dem Tier, als auch bei der Stallarbeit.

Steigerung der Motivation und Freude an der Bewegung. Förderung von Fein- und Grobmotorik, beim Füttern, Führen, Halftern und anderen arbeiten rund um das Lama.