Die Geschichte von Cent hinterm Komma® e.V.

1991 ist der Verein aus einer Initiative von mehreren Mitarbeitern und Ehrenamtlichen des Sozialpädagogischen Wohnheims für Kinder und Jugendliche mit Mehrfachbehinderung entstanden. Angefangen bei der Finanzierung einer Musiktherapeutin bis hin zur Anschaffung mehrerer behindertengerechter Fahrzeuge, konnten Projekte, die über die normalen Budgets der öffentlichen Träger hinausgingen verwirklicht werden. Für Furore im gesamten deutschsprachigen Raum sorgten beispielsweise die vier Gedichtbände die von den täglichen Erfahrungen im Umgang und Zusammensein mit Kindern mit Behinderung auf eine bis dahin noch nicht dagewesene Art und Weise erzählen.

1997 schließlich wurde aus der Initiative der Verein “Eine Stadt bringt was ins Rollen® e.V.”, der seither seinen Sitz in Karlsruhe-Durlach hat. Seither war es schon immer ein Markenzeichen des Vereins auch auf ungewöhnliche und überraschende Weise Spendengelder einzuwerben und die Öffentlichkeit auf die Belange von Menschen mit Behinderung. Gedichtbände, eine Rock-Produktion, Benefizabende in Kneipen oder Spendendosen in Form von Konservenbüchsen die im Handel aufgestellt wurden – es ist immer die “etwas andere Idee” die den Machern des Vereins einfällt.

2001 schließlich begann eine neue Ära. Auf Anfrage einer Partnerorganisation aus Kehl begann man im russischen Kaliningrad das Projekt “Humanitäre Botschaft” – ein Titel, der kurz darauf offizieller Vereinsname wurde. In Russland waren wir in erster Linie für die Qualifikation von Mitarbeitern im Pflegebereich und im Pädagogischen Bereich tätig und eine sehr aufwendige Einzelnotfallhilfe für einen 18 jährigen Jungen machten dieses Projekt bis zum Jahr 2006 zum Schwerpunkt der Arbeit.

2003 ein weiterer Meilenstein in unserem fortwährend innovativen Einsatz für Menschen mit Handicap in Karlsruhe. Nach drei jähriger Bau- und Konzeptionsphase eröffneten wir in der Moltkestraße den ersten komplett barrierefreien öffentlichen Kinderspielplatz in Karlsruhe. Dieses Modellprojekt hatte zur Folge, dass fortan alle neuzubauenden Spielplätze in Karlsruhe barriere sein müssen - nicht zuletzt unser Verdienst.

2006 etablierten wir mit der Spendenaktion “Cent hinterm Komma®” die wohl Aufsehen erregendste und größte Spendenkampagne für Menschen mit Behinderung in Karlsruhe bis zum heutigen Tag. Gemeinsam mit der City Initiative Karlsruhe platzierte man kleine Pyramiden, das Wahrzeichen von Karlsruhe, als Spendendosen flächendeckend in ganz Karlsruhe. mit denen wir - neben etlichen direkten Projektspenden - bis zum heutigen Tag rund 150.000 Euro in Projekte für Menschen mit Behinderung in Karlsruhe investieren konnten.

2011 änderten wir schließlich den Vereinsnamen in „Cent hinterm Komma“. Zwischenzeitlich waren wir maßgeblich an Großprojekten wie dem Arche-Projekt „Birkenhof“, den Special Olympics National Games und Veranstaltungen wie dem Stadtgeburtstag, dem Stadtfest und dem Minimarathon beteiligt.